Gesund bleiben mit Musik…

Gesund bleiben mit Musik…. Musik tut uns gut, hilft beim “runterkommen„. Sie ist psychischer Ausgleich und Ventil für die Gefühle. In noch stärkerem Maße gilt dies für das Spielen eines Instruments. Musizieren ist Balsam für die Seele! Musik senkt zudem bei Patienten mit Herzerkrankungen den Blutdruck, verbessert Verhaltensstörungen und psychische Probleme wie beispielsweise Ängste und Depressionen! Die beruhigende Wirkung von Musik wird in Warteräumen von Arztpraxen, in Operationssälen bei chirurgischen Eingriffen oder auf Intensivstationen erfolgreich genutzt. Musik und Musizieren leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung. Menschen, die jahrelang ein Musikinstrument gespielt haben, profitieren davon im Alter, sodass sie altersbedingte Einbußen besser abfedern können.

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Young@Heart – quicklebendig und wohlauf

Ich hatte bis vor Kurzem noch nichts von dem amerikanischen Chor Young@Heart gehört. Gut, dass letzte Woche der gleichnamige Dokumentarfilm im TV lief. Ich habe selten so tiefe Eindrücke von Menschen und deren Musik erhalten wie in diesem Film. Diese alten Menschen drücken so viel Lebensfreude und Energie aus, dass man unweigerlich in deren Bann gezogen wird.  Der Tod ist immer präsent und wird als Teil des Lebenszyklus akzeptiert. Genug der Worte – anschauen und wirken lassen…

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Janis Joplin – Die weiße Blues-Legende

Gestern lief auf ARTE eine bewegende Dokumentation über Janis Joplin. Mich hat ihr kurzer Lebenslauf in dieser authentischen Form völlig aus den Socken gehoben. Besonders beeindruckend fand ich, dass sie einmal auf die Frage, wie sie es schaffe, mit so einer Intensität und Energie ihre Stimme einzusetzen, geantwortet hat: “Ich kann es auch nicht erklären, da ist etwas in mir drin, das ich unbedingt ausdrücken muss.” Damit hat sie aus meiner Sicht alles zusammen gefasst, was in Worte übersetzt werden kann.

Die wahre, größere Dimension ihres musikalische Ausdrucks geht weit darüber hinaus, sie kann von unserem Verstand gar nicht erfasst werden. Und das ist der Zauber ihres kurzen künstlerischen Schaffens wie auch das Zeitlose, Unvergängliche an ihr. Es ist etwas in uns, das sich der Kontrolle – auch und gerade der Kontrolle durch gesellschaftliche Konventionen – entzieht. Und das ist gut so…

Informationen über Janis Joplin bei Wikipedia (deutsch) und – besser noch – bei Wikipedia (englisch).

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Tschechien Tour 2011

Wir haben dieses Jahr im April erneut einige Gigs in der Tschechischen Republik gespielt und wurden vom Publikum wieder sehr herzlich empfangen. Unsere Crew, allen Voran Manager Karl, sowie Fahri und Frank die als Techniker, Fahrer, Instrumentenroadies wirklich unheimlich kreativ mit den jeweiligen Gegebenheiten umgehen und ein solches Unternehmen erst möglich machen, hatten schon super Vorarbeit geleistet. Worauf ich aber hinaus will ist folgendes, für mich persönlich sehr spannend. Karl hat vor dem ersten Gig im Circus in Narodni, der erst um 01:00 starten sollte, noch ein treffen in Most organisiert gehabt. Der Bandbus wurde also vor dem Narodni Dum geparkt, Frank, Fahri und Jürgen hörten sich die anderen Bands an, bzw. schliefen im Bus. Hans, Karl und ich fuhren dank unseres Ortskundigen Managers schnurgerade nach Most, zu einem Musikclub dessen Betreiber seit vielen Jahren der Clubmanager Slava ist.

Jetzt kommts. ich selbst sitze nicht allzugern in Flugzeugen, Autos oder Bandbussen, da krieg ich gern auch mal einen Buskoller. Der fällt bei mir nicht spektakulär aus, aber drückt mir eben auf die Stimmung. Nach den vielen Stunden im Bus und dem Stillsitzen, fiel ich eben in dieses berühmte Loch. Ein ganzer Schub Selbstzweifel, Versagensängste usw. machten sich in und auf meiner Gefühlsebene breit. Ich stellte mir Fragen:”Was mach ich hier überhaupt?” Antwort:”Höchstwahrscheinlich hab ich ein komplettes Rad ab und könnte eigentlich jetzt, gemütlich bei einem Bier vorm Fernseher dösen”. Hans und Karl reden von neuen Plänen, lauter tolle Ideen, merken aber nichts (logisch) von meiner Achterbahnfahrt (Ha,ha). Bei Slava angekommen wurden die Zweifel in mir einfach zerstreut, bei so viel Enthusiasmus und Liebe zur Musik, die bei ihm und unserer Mannschaft allgegenwärtig sind, hat Trübsal kaum Angriffspunkte. Während des Gesprächs gab im Hintergrund eine Ska-Band richtig Gas und es fiel mir schwer, mich von Slava und seiner Truppe zu verabschieden. Wir versprachen im Herbst bei ihm anzutreten und fuhren zurück nach Narodni. Es war schon nach 12:00, Fahri, Frank und Jürgen (Mr. Shabe) waren schon am Rödeln wir Neuankömmlinge packten mit an und bald darauf hieß es Bühne frei. Die Jungs die vor uns gejammt hatten, haben gut und mit Disziplin abgebaut, also hielt sich der Umbau in Grenzen.

Dann ging das Ding los, Mr. Shabe und Hans sind losgerollt wie ein 68er Mustang und ich glaube nach 4 Songs, wurde erst einmal vom Publikum die Bühne gestürmt. Frank hat aus der tollen Anlage dort wirklich das Maximum herausgeholt, ein Klasse Sound, tolles Publikum und ich denke so um 03:30 standen alle Bands an der Bar. Ja klar, hab ich mir dann gedacht, deshalb mach ich`s. Morgen gehts weiter, wir sind bei Cerv, wie soll ich das blos hinkriegen, das Publikum erwartet bestimmt viel, packen wir das überhaupt…..

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Howlin’ King Snake am 12. Juni 2011 am Honischbeach (Niedernberg)

Am Pfingstsonntag hatten wir erneut die Gelegenheit, in der Honisch Beach Bar einen Open-Air-Gig zu spielen. Und es war für uns einmal mehr ein tolles Erlebnis. Das Wetter hat mitgespielt, die Leute waren bester Stimmung und diese Atmosphäre übertrug sich mit Leichtigkeit auf uns Musiker. Die Resonanz zwischen den Menschen, die durch Musik möglich wird, ist für mich der beste Grund, Spaß an der Musik zu haben. Und an diesem Frühsommerabend war diese Resonanz besonders groß.

Heute morgen las ich den – aus meiner Sicht perfekt passenden – Main-Echo-Bericht zu der Veranstaltung. Für alle, die ihn verpasst haben:

“Virtuoser Griff ins pralle Blues-Leben

Howlin’ King Snake: Trio überzeugt in Niedernberg

Der Blues ist pralles Leben. Lass los und tauche ein! Dieses Motto hat die Blues- und Rock’ n Roll-Band Howling King Snake bei ihrem Konzert am Pfingstsonntag am Niedernberger  Honisch  Beach  eindrucksvoll in Rhythmen und Akkorde umgesetzt.

Die Band widmet sich der Musik der 1950er bis 1970er Jahre. Neben Klassikern von Eric Clapton, Jimi Hendrix oder Lynyrd Skynyrd gehören auch zahlreiche eigene Songs. Der Auftritt in Niedernberg wurde vor allem geprägt durch die Authentizität und das große Musikverständnis von Sänger und Gitarrist Eric Kern, Schlagzeuger Hans-Günther Heck und Kaus Waigand, der Jürgen Schaab am Bass vertrat. Beeindruckend war, dass die Band um der Musik selbst Willen spielte und diese mit Leben und Hingabe füllte – das Konzert war denn auch von langen und virtuos-ausdrucksstarken  Improvisationen bestimmt.

Eindruck vom aktuellen Album

Einen Eindruck vom aktuellen Album „The blues around here“ bekamen die Zuhörer mit den Songs „New adventures”, “Save my soul” und “I’ve seen a lot of trouble“. Ziel der Band ist, den Blues und Rock’n Roll wieder mehr ins heutige Musikleben zu integrieren.  „Mir gefallen Aufnahmen, die mittlerweile schon sehr alt sind“, erklärte Eric Kern, „unser Tun ehrt hoffentlich diese ungewöhnlichen und mutigen Menschen.„  Wichtig sei, jeder Musikrichtung Toleranz entgegenzubringen, da nur so Musik lebendig sein und sich Neues entwickeln könne.

Die Kulisse des Niedernberger Sees sowie die Versorgung durch die Beach Bar sorgten neben der mit Begeisterung aufgenommenen Musik dafür, dass trotz nicht allzu warmer Temperaturen  Urlaubsstimmung  aufkam. Ende August tritt Howlin’ King Snake beim internationalen Blues- und Jazzfestival in Gießen auf. (fme)”

Quelle: Main-Echo vom 15.06.2011

Anmerkung: Das erwähnte internationale Bluesfestival findet vom 26. bis 28. August 2011 in Laubach bei Gießen statt. Unser Auftritt ist am Sonntag, den 28. August ab 15:30 Uhr (Gelbe Pagode). Mehr Infos zum Festival…

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Howlin’ Wolf – London Sessions (1971)

Unser Bandname lehnt sich an einen der größten Blues-Musiker an, Howlin’ Wolf. Ehrlich gesagt ist dies mehr als eine Ehre, vielleicht ist es auch ein bisschen zu mutig, sich als musikalischen Erben dieses Heroen zu sehen.

Wie auch immer, ich genieße gerade wieder mal seine genialen Aufnahmen des Albums “The London Howlin’ Wolf Sessions”, das im Jahr 1971 – fünf Jahre vor seinem Tod – veröffentlicht wurde. Der Altmeister wurde begleitet von vielen – heute ebenso berühmten – Musikern der zweiten Rock’n Roll Generation: Eric Clapton, Steve Winwood, Charlie Watts, Bill Wyman und Ringo Starr.

Und diese brisante Mischung rollt unaufhaltsam los, schon der Einstiegssong “Rockin’ Daddy” groovt sich in jede Faser des Körpers. Die Bassläufe von Phil Upchurch tragen den Song mit seinem funky Rhythmus zu entlegenen Ufern, Clapton setzt seine Soli grandios und Howlin’ Wolf ergänzt diese geballte musikalische Energie mit seiner gewaltigen und doch einfühlsamen Stimme.

Wer also (wieder mal?) spüren möchte, wie sich echte (!) Musik anfühlt, der ist hier genau richtig.

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Blues und Rock passen in die heutige Zeit

Gestern habe ich auf dem neuen Fernsehkanal ZDF.kultur die Musikdokumentation “Seven Ages of Rock” verfolgt. Insbesondere die erste Folge, in der die Entstehung der Rockmusik beleuchtet wurde, fand ich sehr ergreifend.

In den 60er Jahren waren es Bands und Musiker wie The Rolling Stones, The Who, Bob Dylan, The Kinks, The Yardbirds oder Cream die dem musikalischen Vermächtnis des Blues in England einen völlig neuen Horizont gaben.

Es muss eine Zeit großer kultureller Freiheit gewesen sein, die eine solche Bewegung ermöglicht hat. Und darin liegt wohl auch ein weiterer wichtiger Brückenschlag zwischen dem traditionellen Blues, seiner Weiterentwicklung und schließlich dem Aufkommen seiner Abkömmlinge: Rock’n Roll, Rock, Punk-Rock, Bluesrock, Hardrock usw.

Ein großer Wille und Mut zur Freiheit, einst um der Sklavenherrschaft zu entkommen, in jüngerer Zeit um die engen Fesseln der bürgerlich-postmodernen Gesellschaft zu lockern. Ich denke, diese Musik und ihre Sehnsucht nach Freiheit ist immer aktuell.

Und aufgepasst: Es gibt noch einige Wiederholungstermine der Musik-Serie auf ZDF.kultur. Weitere Infos

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